Zigarettenrauch vom Nachbarn

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 Schlaf gut, Schlafzimmer

 dpa

 18.12.2017

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Zigarettenrauch vom Nachbarn
4.7 Sterne (3 Votes)

Mietminderung wegen Zigarettenrauch vom Nachbarn

Rauchen ist nicht mehr Privatsache. Wenn ständig Zigarettenrauch aus der Nachbarwohnung herüber qualmt, kann das Nichtraucher ziemlich stören. Deshalb ist es Rauchern auch zumutbar, dass sie Rücksicht auf ihre Nachbarn nehmen. Anderenfalls dürfen diese wegen des blauen Dunstes die Miete kürzen, wie ein Gericht entschieden hat.

Wenn das erträgliche Maß überschritten ist

Rauchen ist in Deutschland Ländersache - das strikteste Rauchverbot gibt es in Bayern. Doch allgemein gilt: In öffentlichen Einrichtungen und öffentlichen Verkehrsmitteln ist Rauchen verboten - das ist Rauchern klar. In Restaurants und in Diskotheken - das ist für Raucher schon schmerzlicher.  Doch das neueste Gerichtsurteil kommt aus Berlin - und betrifft die vermeintlich eigenen vier Wände. Dabei geht es ausgerechnet ums Schlafzimmer, in dem die meisten Raucher ohnehin nicht rauchen wollen.

Raucher müssen zu Hause einfache und zumutbare Maßnahmen ergreifen, um eine Beeinträchtigung ihrer Nachbarn durch Zigarettenrauch zu vermeiden. Müssen andere Mieter nachts in ihrem Schlafzimmer Geruchsbelästigungen ertragen, überschreitet dies das erträgliche Maß, befand das Landgericht Berlin (Az.: 65 S 362/16). Über das Urteil berichtet die Zeitschrift "Das Grundeigentum" (Heft 23/2017) des Eigentümerverbandes Haus & Grund Berlin. In solch einem Fall kann eine Mietminderung um drei Prozent gerechtfertigt sein.

Das Schlafzimmer ist ein sensibler Ort

Im verhandelten Fall hatten sich Mieter über eine ständige Rauchbelästigung in ihrem Schlafzimmer beschwert. Vor allem abends und morgens nutze die Nachbarin in der darunterliegenden Wohnung das entsprechende Zimmer zum Rauchen. Die Mieter forderten, dass der Vermieter diese Belästigung abstellt, und sie minderten ihre Miete.
Und das Landgericht gab den Klägern Recht. Zwar könnten Mieter nicht davon ausgehen, dass in Mehrfamilienhäusern ausschließlich Nichtraucher wohnten, heißt es im Urteil. Sie hätten aber einen Anspruch darauf, dass der Vermieter eine übermäßige Rauchbelastung abstellt. Bei erheblichen Belastungen durch Zigarettenrauch sei auch eine Mietminderung gerechtfertigt - in diesem Fall von drei Prozent.

Im konkreten Fall sei es der Raucherin in der anderen Wohnung zuzumuten, dass sie abends und nachts nicht im Schlafzimmer raucht, sondern zum Beispiel auf dem Balkon. Da dieser auf der anderen Seite des Hauses liegt, könnte das die Belästigung der Nachbarn beseitigen. 

dpa, 18.12.2017, Titelfoto: pixabay.com Bru-nO ID:1359563


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