Wenn Tiere den Schlaf stören

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 Nachrichten, Schlaf gut

 dpa

 08.12.2017

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Wenn Tiere den Schlaf stören
5 Sterne (4 Votes)

Wenn Tiere den Schlaf stören

Keine Frage: Die absolute Ruhe gibt es kaum. Was aber tun, wenn der Lärm ständig aus Nachbars Garten oder Wohnung kommt? Eigentümer und Bewohner müssen grundsätzlich nicht alles ertragen - gegen die Geräusche mancher Tiere können sie allerdings nur wenig ausrichten.

Welchen Lärm Nachbarn aushalten müssen

Vogelgezwitscher und Hahnengeschrei sind für manchen angenehme Geräusche - doch
andere Menschen können die Tiere auch stören. Immobiliennutzer müssen laute Zwei- und Vierbeiner in ihrer Nachbarschaft nicht immer ertragen. Denn: Die Benutzung eines Grundstücks darf nicht oder nur unwesentlich beeinträchtigt werden, heißt es in einem Ratgeber des Verbandes Deutscher Grundstücksnutzer. In manchen Fällen dürfen die Tiere allerdings auch Lärm machen. 

Drei Beispiele:

01

Hunde, die bellen 

Gegen eine artgerechte Hundehaltung in der Nachbarschaft kann nichts unternommen werden - und damit auch nicht gegen gelegentliches Hundegebell. Bellt der Hund allerdings oft und lange, kann der Nachbar einen Unterlassungsanspruch haben. Das Oberlandesgericht Köln zum Beispiel befand, dass Bellen nur zehn Minuten lang ununterbrochen und insgesamt nur 30 Minuten lang täglich zulässig ist. Auch die Mittags- und Nachtruhe müssen eingehalten werden (Az.: 12 U 40/93).

02

Hähne, die krähen

Krähende Hähne können laut sein. Daher kann das Geschrei zu früher Stunde auch als wesentliche Beeinträchtigung von Nachbarn gelten. Ist allerdings die Geflügelhaltung ortsüblich - etwa auf dem Dorf -, ist die Beeinträchtigung zu dulden. Laut schreiende Papageien müssen Nachbarn in einem Wohngebiet aber nicht unbedingt hinnehmen.

03

Frösche, die quaken

Ein Froschkonzert in der Nacht kann den Schlaf empfindlich stören. Daher haben Nachbarn
einen sogenannten Abwehranspruch, wenn Grenzwerte überschritten werden. Allerdings steht diesem das Naturschutzrecht entgegen: Die Frösche dürfen ohne eine Ausnahmegenehmigung der Naturschutzbehörde nicht umgesiedelt werden.

Tiere, die sich enthalten

Wer es sich aussuchen kann und flexibel ist, wer nicht nur auf seinen eigenen, sondern auch auf den Schlaf seiner Nachbarn achten will - der kann sich ein formidables, akustisch zurückhaltendes Haustier anschaffen: Da sind redescheue Goldfische und reservierte Schildkröten, friedfertige Hamster und putzige Streifenhörnchen liebenswürdige Alternativen, die  garantiert keinem den Schlaf rauben. Ja, auch ein wohlerzogener Wellensittich wäre drin. Mit diesen Haustieren gibt es keinen Stress - weder mit dem Vermieter noch mit dem Nachbarn.
Nachbarschaftsstreit ist übrigens auch eine enorme Lärmquelle. Aber das ist eine andere Geschichte ... 

 dpa, 25.9.2017, Titelfoto: pixabay.com Free-Photos ID: 1246302


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