Minimalismus ist schlaffördernd

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 Schlafzimmer

 Marc Becker

 16.11.2017

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Minimalismus ist schlaffördernd

Wir leben in einer Zeit zunehmender Reizüberflutung und sind stetig suggestiven Werbebotschaften ausgesetzt, die uns zum Konsum verführen.  Minimalismus ist eines der Trendthemen der letzten Jahre. Aber was genau bedeutet Minimalismus bzw. minimalistisch Leben eigentlich? Und kann der neue Trend auch helfen, unsere Schlafzimmer schlaffördernd zu optimieren?

Notwendig oder haben-wollen?

Minimalistisch leben reduziert vereinfacht unseren Besitz auf genau das, was wir tatsächlich brauchen oder was in uns positive Gefühle weckt. Die Werbung hingegen suggeriert uns mit allerlei Botschaften permanent das Bedürfnis, Dinge zu kaufen. Im Laufe der Jahre sammeln sich dadurch allerhand Konsumgüter an. Unsere Lebensräume sind dann vollgestopft mit Dingen, die wir nicht benötigen. Negative Auswirkungen haben diese überflüssigen Dinge, wenn sie uns ständig an vergangene Vorhaben erinnern, die wir bis dato nicht erledigt haben.

  • Das nicht aufgehängte Bild steht noch auf dem Boden, weil wir noch nicht den besten Platz dafür gefunden haben.
  • Es ist unklar, ob wir das kürzlich gekaufte Deko Accessoire tatsächlich gut finden oder doch aus dem Schlafzimmer entfernen werden.

Wenn wir zu lange auf Dinge starren, fangen sie irgendwann an, mit uns zu reden. Das Horten führt dann praktisch zu einem Erinnerungspark unerledigter Aufgaben. Und wenn wir dem nichts entgegensetzen, kann dies sogar bis zum vollständigen Kontrollverlust führen.

Der Minimalismus Theorie zufolge wird unser Besitz auf genau das, was wir zum Leben brauchen, reduziert. Die Motivation dafür ist eine Sehnsucht nach mehr Lebensqualität in einer Zeit, in der sich immer mehr Menschen überreizt, fremdgesteuert und ausgelaugt fühlen.

Reduktion als Veränderungsprozess

Das Reduzieren auf genau das, was wir benötigen, ist am Anfang oft schwerer als wir annehmen. Es setzt eine kritische Beurteilung von Dingen voraus und gleicht vielmehr einem langfristigen Prozess. So drehen Minimalisten beispielsweise im Kleiderschrank alle Bügel auf die falsche Seite und erst nach dem Tragen der Kleidung wieder auf die richtige. Nach mehreren Wochen wird dann anhand der Bügelstellung deutlich sichtbar, welche Kleidungsstücke nie getragen werden. Diese Vorgehensweise sorgt dann für den stetigen Impuls, sich mit den Dingen zu belassen (z.B. Verschenken). Es gibt Minimalisten, die auf diese Art auf Dauer einen Kleiderschrank perfektioniert haben. Alle Kleidungsstücke können blind miteinander kombiniert werden und fühlen sich beim Tragen gut an. Damit entfällt die Last der täglichen Kleidersuche. Ebenfalls geht die Gefahr weiterer Konsumräusche drastisch zurück. Denn Minimalisten haben auch beim Shoppen ein gesteigertes Bewusstsein dafür, was tatsächlich gebraucht oder dringend ersetzt werden muss.

Wer seine Dinge auf das Wesentliche reduziert, berichtet oft von positiven Auswirkungen:

  • Gesteigerte Wertschätzung für Dinge (durch starke Auseinandersetzung)
  • Weniger Aufwand im Alltag (weniger Suchen durch bessere Ordnung)
  • Gesteigerte Leistungsfähigkeit (freie Kapazitäten durch reduzierte Entscheidungen im Alltag)

Diese Dinge im Schlafzimmer verhindern, dass wir zur Ruhe kommen

Ein gesunder Schlaf wird vor allem durch eine gute Qualität und einen regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus erzielt. Die Anstrengungen unseres Tages (insbesondere Ärger und Stress) verhindern, dass wir friedlich und damit gesund schlafen. Experten empfehlen daher, im Schlafzimmer alles zu verbannen, dass uns an den Berufs- und Alltagsstress erinnert. Damit wir abends zur Ruhe kommen, soll das Schlafzimmer optimaler Weise ausschließlich auf die Schlaffunktion reduziert werden. Diese Dinge verhindern, dass wir vor dem Schlaf zur Ruhe zu kommen:

  • Sichtbar unerledigte Aufgaben
    (z.B. zu wenig Staufläche ermöglicht einen freien Blick auf Bügelwäsche, das geschmacklose Deko-Gastgeschenk signalisiert uns, dass wir immer noch nicht wissen, wie wir damit umgehen sollen)
  • Ein vom Bett aus sichtbarer Arbeitsbereich oder gar die Aktentasche mit unbearbeitete Dokumenten der Firma lässt uns gedanklich wieder in den Arbeitsablauf abschweifen.
  • Unsere Tablets und Smartphones halten uns für Telefonate und Emails erreichbar.

Ordnung im Schlafzimmer als Minimalismus Testprojekt

Anfänger können also im Schlafzimmer ein optimales Minimalismus-Testprojekt finden.
Ein guter Start gelingt mit einer kurzen Skizze oder auch Liste, was im Schlafzimmer vorhanden ist und tatsächlich gebraucht wird. Neben Überflüssigem stellt sich nicht selten auch dar, was noch fehlt.

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Auch noch 15 Jahre nach seinem ersten Erscheinen "entrümpelt" der evangelische Pfarrer Werner Tiki Küstenmacher noch ständig seinen unumstrittenen Bestseller "simplify your life". Ein perfekter Einstieg in das Thema Simplifizierung unseres Lebens!

Komfortabler Minimalismus ergibt sich aus der Anordnung Deiner Dinge. Bringe dazu einfach den Ehrgeiz auf, aus allen Details Deines Schlafzimmers ein Ordnungssystem zu entwickeln. Finde die ideale Anordnung von Dingen nach deren Funktion.  Du gewinnst Bequemlichkeit, in dem Du beispielsweise den Wecker bewusst weiter weg vom Bett aufstellst, die Fernbedienung des Lichtdimmers aber vom Bett aus zugreifen kannst. Sobald alle funktional benötigten Dinge einen festen Platz erhalten haben, brauchst Du nichts mehr zu suchen. 

Wer durch einen Selbsttest im Schlafzimmer feststellt, dass Minimalismus hilft, wird wahrscheinlich schnell vom neuen Trend begeistert sein. Wer es nicht mag, hat allein durch den Versuch das Schlafzimmer optimiert. 

Das ist selbst für extreme Skeptiker eine sinnvolle Investition. 

Titelbild: pixabay.com FranckinJapan ID: 1986491 , Beitragsbild: pixabay.com naturalpastels ID: 2465908


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