Die Kaltschaummatratze

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 Matratzen

 Pamela Becker

 18.12.2017

 2 Kommentare

Die Kaltschaummatratze

Schaumschläger oder Traumschläfer

Kaltschaum

Die Auswahl an Schaumstoffmatratzen ist groß. Sie hatten lange Zeit einen schlechten Ruf als günstige Matratze mit geringer Halbwertzeit. Unter den vielen Arten hat sich insbesondere die Kaltschaummatratze durchgesetzt. Der Kern dieser Schaumstoffmatratze besteht aus Polyurethan. Da der Aushärtungsprozess bei kalten Temperaturen erfolgt, wird der Schaumstoff Kaltschaum genannt. 

 

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Eigenschaften

Die Kaltschaummatratze ist punktelastisch und verfügt über eine gute Wärmeisolierung. Das Material verursacht bei Bewegung keine Geräusche und nimmt nach einer kurzen Zeit wieder ihre Ursprungsform an. Die Kaltschaummatratze ist leicht und flexibel, sie lässt sich - je nach Raumvolumen - gut rollen oder knicken. Das macht das regelmäßige Wenden der Schaumstoffmatratze zu einer einfachen Übung und fordert einen auch bei einem Transport nicht heraus.
Polyurethan ist bei rund 400 °C entflammbar, weshalb eine gute Kaltschaummatratze feuerhemmende Zusatzstoffe enthält. Durch den chemischen Herstellungsprozess kann die Schaumstoffmatratze einen stechenden Geruch annehmen, bei hochwertigen Matratzen sollte dieser nach einer Auslüftung nicht mehr zu bemerken sein.
Grundsätzlich ist die Kaltschaummatratze ein echter "Traumschläfer".

Unterschiedliche Qualitäten

Allerdings kommt es auf die Verarbeitung und Qualität des Kaltschaumes an. Und hier gibt es nach wie vor viele "Schaumschläger", die nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen sind. Empfehlenswert ist, die Kaltschaummatratze für mehrere Tage zu testen. Erst dann zeigt sich, ob der chemische Geruch vergeht und ob der Schaum in seiner Stabilität nachlässt. 

Die verschiedenen Arten der Schaumstoffmatratze

  • Bei der 7 Zonen Kaltschaummatratze wird die Matratze in verschiedene Punktelastizitäten eingeteilt. Dies wird durch unterschiedlich lange Einkerbungen in den Kern der Kaltschaummatratze erreicht. Die Einkerbungen sind von der Mitte der Matratze gespiegelt - an das jeweilige Ende der Kaltschaummatratze symmetrisch angeordnet, sodass man sich auch an das andere Ende des Bettes legen kann und der Körper trotzdem optimal unterstützt wird.
  • Die Visco Matratze ist eine Kaltschaummatratze, deren Kern mit Visco ummantelt wird. Da sich Visco optimal der Körperform anpasst und vom Körper als besonders angenehm und weich empfunden wird, ist diese Matratzenart ganz besonders punktelastisch.
  • Bei der Gelmatratze und Gelschaummatratze wird auf den Kern des Kaltschaumes eine zusätzliche Schicht Gel- bzw. Gelschaum angebracht. Diese hat - ähnlich wie Viscose - die Eigenschaft, sich gut an den Körper anpassen zu können. Gelschaum hat die Besonderheit, dass es schnell wieder in seine Ursprungsform zurückgeht - also wenig "nachfedert". Die Gelmatratze besteht aus einer gallertartigen Masse und wird häufig mit Wasserbetten verglichen. Je nach Raumvolumen der Gelschicht, kann diese Kaltschaummatratze sehr schwer werden.
Unter dem Matratzenbezug befindet sich ein Kern aus Kaltschaum. Die unterschiedlichen Einkerbungen dienen der Luftzirkulation, der Feuchtigkeitstransport wird optimiert. Außerdem ermöglichen Einkerbungen, dass die Kaltschaummatratze über verschiedene Punktelastizitäten verfügt. 

Vor- und Nachteile von Kaltschaummatratzen

VorteileNachteile
Variable PunktflexibilitätMäßiger Feuchtigkeitstransport
Leichtigkeit und TransportfähigkeitSchwankende Qualitäten des Schaums
Gute KörperanpassungStechender Geruch möglich
Kein "Nachfedern"Regelmäßige Wendung
Geräuschlosigkeit Stabilität kann nachlassen
Wärmeisolierung (Frostbeulen)Wärmeisolierung (Schwitzer) 

Wann empfehlen sich Kaltschaummatratzen?

01

Menschen mit Rückenproblemen und normalem Körpergewicht

Die flexible Punktelastizität sorgt für eine optimale Stützung der Wirbelsäule. Da der Kaltschaum in der Festigkeit nachlassen kann, ist die Kaltschaummatratze für Menschen mit leichtem oder normalem Körperbau zu empfehlen.

02

Bei regelmäßigem Transport

Die Kaltschaummatratze ist - je nach Höhe der Matratze - leicht und lässt sich flexibel einrollen oder knicken. Das sind Idealbedingungen für die Handhabung einer Matratze, die oft transportiert werden soll oder flexibel als Gästematratze zum Einsatz kommt.                                

03

Menschen mit einem unruhigen Schlaf

Der Kaltschaum nimmt nach Belastung in kurzer Zeit seinen Ursprungszustand wieder an. Dabei entstehen keine Geräusche und es "federt" nichts nach. Sofern Du Dich oft in der Nacht aktiv bewegst, wirst Du zukünftig nicht mehr selbst durch Deine Bewegungen gestört. Das gleiche gilt, solltest Du mit einem "unruhigen Schläfer" das Bett teilen. 

04

Frostbeulen

Kaltschaum isoliert die Körperwärme und ist deshalb ideal für nächtliche "Frostbeulen".

 

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Titelbild: shutterstock.com "Foam base for a mattress." Sergey Logrus ID: 1065538355

 

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Alle Kommentare

  • Anonymous

    26.09.2018, 22:24 Uhr

    Hallo, ich habe seit ca fünf Jahren eine Soja kaltschaum 7zonen Matratze und seit dem ich leider 6kg zugenommen habe, habe ich wieder vermehrt rückenschmerzen. Laut Hersteller soll die Matratze bis 80 kg tragen ich habe jetzt ein Gewicht von 78-79 kg. Meine Frage wäre ist die Matratze an ihrer Belastungsgrenze? Ich habe den Hg 2. Mein Mann hat die selbe nur in Hg3 und ist nach wie vor zufrieden.

    • Marc Becker

      27.09.2018, 10:30 Uhr

      Hallo und Danke für Deinen Kommentar! Die Herstellerangaben passen ja gut zu Deinen Gewichtsangaben. Allerdings kann der richtige Härtegrad in Abhängigkeit von der Körpergröße und -form in vielen Fällen auch von den Herstellerempfehlungen abweichen. Bist Du verhältnismäßig klein (beispielsweise 1,50 m), so trifft das Körpergewicht auf einen kleineren Bereich der Matratze und Du brauchst vermutlichen eine härtere Ausführung. Bist Du hingegen sehr groß, verteilt sich das Gewicht auf eine ebenso große Fläche und Du kannst mit einer weicheren Variante als empfohlen auskommen.

      Du wachst morgens häufiger mit Rückenschmerzen auf? Das kann das darauf hinweisen, dass Deine hervorstehenden Körperbereiche (z.B. bei Seitenschläfern der Schulterbereich) nicht optimal in die Matratze einsinken. Die Rückenschmerzen resultieren dann aus einer Fehlstellung im Schlaf. Ob Deine Matratze den richtigen Härtegrad hat, kannst Du sehr einfach über den Lordosetest überprüfen. Hier ist der Link zu unserer Anleitung: https://achtpronacht.de/lordose-test-haertegrad/

      Bei einem Alter von 5 Jahren könnte Deine Matratze eventuell schon Materialermüdung zeigen. Die „7 Zonen“ werden durch Schlitze im Kaltschaum realisiert. Diese werden im Laufe der Zeit schnell zur Schwachstelle. Hast Du also das Gefühl, in der Matratze immer mehr durchzuliegen (Hängematte-Gefühl), dann ist ein kurzfristiger Austausch der Matratze sehr ratsam.

      Leidest Du generell an Rückenschmerzen, sind Matratzen aus Gel, Visco oder Latex sehr empfehlenswert. Das Material passt sich optimal den Körperformen an, trotzdem zeigen diese Matratzen ein hohes Maß an Stützkraft und sind zudem auch länger haltbar als Kaltschaummatratzen. Über diesen Link hier kannst Du einen Selbsttest durchführen, welcher Matratzentyp für Dich am besten geeignet ist: https://achtpronacht.de/matratzen-test/

      Ich hoffe, ich konnte Dir helfen! Viele liebe Grüße aus der Achtpronacht Redaktion