Feng Shui im Schlafzimmer

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 Schlafzimmer

 Redaktion

 18.12.2017

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Schlafzimmer einrichten nach Feng Shui

Kaum ein Einrichtungsstil wird so kontrovers diskutiert wie die uralte Harmonielehre Feng Shui (sinngemäß: vor dem Wind geschützt und vom Wasser beeinflusst). Während sie für die einen das Nonplusultra körperlichen und geistigen Wohlbefindens ist, werten andere sie als modernen Hokuspokus. Dass die Wahrheit wie so oft in der Mitte liegt, dass ein Feng Shui Schlafzimmer kein starres Dogma ist, sondern flexible Möglichkeiten bietet, beweisen die fernöstlichen Tipps für das optimale Schlafzimmer-Einrichten.

Kein Gegensatz: Ruhe und Energie gehören zusammen

Dabei bereitet schon das grundlegende Prinzip der asiatischen Empfehlungen Probleme: Im Feng Shui Schlafzimmer müssen Erde, Feuer, Wasser und Luft zu etwa gleichen Teilen im Raum vertreten sein. Überwiegt oder dominiert eines von ihnen, wird der Energiefluss im Raum gestört. An die gebotene Ruhe oder erhoffte Erholung ist unter solchen Umständen dann nicht zu denken. Wodurch sich die Feng Shui Elemente auszeichnen, ist vielen genauso rätselhaft, wie deren perfekte Integration. Hinzu kommt, dass die Zimmeraufteilung, Größe und Basis-Austattung europäischer Wohnungen stark von asiatischen Normen abweicht - und das Schlafzimmer-Einrichten  zusätzlich erschwert.

Wenig Schnickschnack, viel Aufmerksamkeit

Als Raum, in dem sich ein großer Teil des Lebens abspielt, sollte dem Schlafzimmer viel Aufmerksamkeit zukommen. Es muss optisch ansprechend, angenehm klimatisiert und haptisch einladend sein. Zugleich kommt ihm die schwierige Aufgabe zu, zwei gegensätzliche Ziele zu vereinen: Ruhe zu fördern und Energie zu spenden - denn nur, wer nachts gut schläft, kann tagsüber Neues leisten. Das ist also kein Widerspruch, sondern eine schlüssige Konsequenz. Auch für ein Feng Shui Schlafzimmer.

Feng Shui Schlafzimmer

Ruhe ist bei Feng Shui oberstes Gebot - akustisch und optisch. Foto: pixabay.com kalhh ID 1768734

Doch wer die Sache etwas spielerischer angeht, findet in den harmoniefördernden Auflagen zahlreiche medizinisch relevante Hinweise. Etliches von dem, was im Feng Shui Schlafzimmer verboten oder empfohlen wird, könnte auch den Gesundheits-Ratgebern der westlichen Welt entsprungen sein - und ist bei näherer Betrachtung sogar logisch.

Die nachfolgenden Tipps dürften selbst erklärte Gegner der asiatischen Einrichtungslehre überzeugen. Zudem lassen sie sich sehr leicht umsetzen.

Die Schlafenszeit bestimmt die Himmelsrichtung

Früh oder Spätaufsteher?

„Lerchen"-Typen, die zeitig zu Bett gehen und ebenso zeitig wach werden, sollten östlich gelegene Schlafzimmer bevorzugen.

„Eulen"-Menschen, die gern länger schlafen und erst gegen Mitternacht Müdigkeit verspüren, dürfen auch gen Süden liegen.

Es ist wichtig, seine Position innerhalb der Wohnung anzuordnen. Im Ursprungsland des Feng Shui, China, wird zunächst die Kua-Zahl ermittelt und dann die Himmelsrichtung bestimmt; in Europa dagegen richtet sich meist alles nach Größe und Schnitt des Raumes. Tatsächlich folgt die Ausrichtung nach Norden, Süden, Osten oder Westen aber einer unumstößlichen Tatsache - nämlich der, ob die Bewohner Früh- oder Spätaufsteher sind, und ob sie dieser Gewohnheit im Alltag auch folgen können. Denn, wenn ihr Beruf oder sonstige gesellschaftliche Verpflichtungen den angeborenen Rhythmus nicht zulassen - dann sollten sie ihr Schlafzimmer so einrichten, dass Sonnenauf- und Sonnenuntergang dem natürlichen Bedürfnis entgegenstehen.

Licht und Geräuschstörungen vermeiden

Von außen hereindringender Straßenlärm sollte sich durch dichtschließende Fenster komplett ausblenden lassen. Und innen? Gibt es ebenfalls viele störende Geräusche. Es ist etwa ein Irrtum anzunehmen, dass Zimmerspringbrunnen oder Wandbrunnen für das Schlafzimmer besonders geeignet wären. Desweiteren sollten in der Nähe des Bettes möglichst keine Heizungsrohre, Wasser- oder Stromleitungen verlaufen. Darum wäre es gut, das Bett mindestens einen Meter von der nächsten Steckdose entfernt aufzustellen. Ebenso sind elektrische Geräte wie Fernseher, Radiowecker oder Handys und Computer (Stichwort: Elektrosmog) laut Feng Shui im Schlafzimmer tabu. Ein Grundsatz, für den sich auch viele westliche Mediziner aussprechen, weil Geräusch-, Licht- oder Strahlungsquellen den Schlaf ungünstig beeinflussen, stören oder gar verhindern können.

Ordnung halten: Nichts offen stehen lassen

Gibt es im Schlafzimmer Feng Shui, dann sollte statt technischer Ausrüstung das Schöne überwiegen und statt praktischer Aspekte die Ästhetik walten. Dazu gehört, dem Bett sichtbare Stabilität zu verleihen. Gemäß Feng Shui soll es mit dem Kopfende an einer massiven Wand stehen; aber keinesfalls zwischen Tür und Fenster platziert sein.

Feng Shui in Mitteleuropa

In europäischen Wohnungen muss es genügen, das Bett nicht frei im Raum aufzustellen - oder ihm wenigstens ein Betthaupt zu verleihen.

Unkoventionelle sollten aufpassen, denn am Kopfende sollten keinesfalls Kommoden oder Schränke stehen. Ihr Inhalt säße den Schlafenden dann förmlich im Nacken. Zudem gilt es darauf zu achten, dass sich Öffnungen durch Türen und / oder Schubladen verschließen lassen und diese nicht unnötig offenstehen. Jede erdrückende oder beklemmende Wirkung ist zu vermeiden. Das betrifft auch Regale oder Lampen, die über dem Kopfteil des Bettes montiert sind; zu große Zimmerpflanzen; ja sogar Spiegel, vor allem, wenn sie direkt gegenüber vom Bett angebracht sind. Gut, wenn es dann noch möglich ist, jegliche Ecken und Kanten zu vermeiden. Wenn es nun aber Kanten gibt, dann sollten diese wenigstens nicht auf den Schlafenden gerichtet sein, denn das bremst - nach Feng Shui - den Energiefluss.

Weniger ist mehr: Die Chance für kleine Räume

Wer diesen Grundsatz beim Schlafzimmer-Einrichten berücksichtigt, sorgt für optische Ruhe. Weniger ist mehr – das gilt auch für die Möbel und die Accessoires. Dann entfalten auch kleine Räume ihr Potenzial. Sorgsam ausgewählte Bilder, Gefäße oder sonstige Extras im Schlafzimmer sollten ebenfalls unaufgeregt wirken: mit klar erkennbaren Motiven. Im Idealfall sind sie dann auch noch paarweise oder in Zweiergruppen angeordnet. Bei allem Purismus: Kerzen, Decken und Kissen sind dennoch nicht ausgeschlossen.

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Schlichtheit ist auch bei den Farben und Mustern in einem Feng Shui-Schlafzimmer geboten. Bei der Auswahl von Wandverkleidungen, Bodenbelägen und Textilien sollten sanfte, miteinander harmonierende Töne überwiegen. Das bewirkt schon die empfohlene Auswahl der Materialien fürs Schlafzimmer: Naturstoffe wie Holz, Kork, Marmor oder Bambus bzw. Baumwolle oder Seide sind im Feng Shui Pflicht. Am besten in Nuancen von Erdfarben (sanfte Beige- und Grüntöne) oder Luftfarben (helles Bleu); optimalerweise jedoch in der Kombination Weiß mit Grau.

Jeder entschleunigt anders

Asiatische Harmonie und europäische Rationalität haben erstaunlich viel gemeinsam und müssen einander keinesfalls ausschließen. Ein Schlafzimmer einrichten, das Ruhe UND Energie fördert, geht mit herkömmlichen Mitteln auch nach dem Feng Shui-Prinzip - wenn man es möchte. Wie jeder zu Achtsamkeit und Entschleunigung gelangt, entscheidet am Ende immer der persönliche Wohlfühlfaktor. Dieser kann höchstens mit dem Partner zu Kontroversen führen. Aber er ist - so viel Individualität muss sein - zum Glück nicht messbar und daher niemals kategorisch.

Titelbild: pixabay.com PIRO4D ID: 3104077


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