Beliebte Einschlafhilfen auf einen Blick

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 Schlafhilfen

 Redaktion

 28.12.2017

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Beliebte Einschlafhilfen auf einen Blick
5 Sterne (1 Vote)

Einfach nur schlafen?

Es geht um Einschlafhilfen, denn es ist nicht einfach runterzukommen: Am Tag viel erlebt, nicht alles geschafft, noch mehr verschoben. Schon 18 Stunden auf den Beinen, die Glieder sind schwer, der Körper ist müde - doch der Kopf ist hellwach. Er ist kein Verbündeter. Das läuft dann in etwa so:

Ich würde jetzt gern ins Bett gehen.
Kopf: "Ja klar. Aber morgen ist Sitzung. Schon vorbereitet?"
Bin zu müde.
Kopf: "Ach. Und den Vorwurf von heute willst Du nicht erwidern?"
Mir fällt nichts Schlagfertiges ein.
Kopf: "Überleg doch noch mal. Besser, Du hast einen schlauen Plan."
Nicht jetzt. Du machst es mir echt schwer, nicht in Panik zu geraten.
Kopf: "Ist Deine Entscheidung. Ist Deine Würde."
Ich will einfach nur ins Bett. 
Kopf: "Schon gut! Okay! Gute Nacht!"
Gute Nacht.
Kopf: "Schokolade?"

So ist es oft. Statt Kopfkissen bekommt man Kopfkino.

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Da ist man müde und kann nicht schlafen - weil man über Dinge nachdenkt, die sich gerade nicht ändern lassen. Man fasst Beschlüsse, die am nächsten Morgen wahrscheinlich nicht einmal den Gedanken wert waren. Man ist zu schlapp, um noch irgendetwas zu erledigen - aber beschäftigt sich mit Sachen, die einem nicht gut tun. Alles ist ruhig - nur die Gedanken machen Krach. Deshalb hier ein paar ...

Beliebte Einschlafhilfen auf einen Blick

1. Sind Schlaftabletten ein Tabu?

Nein, nicht kategorisch. Manchmal sind sie die Retter in der Not. Und manchmal ist die Not eben sehr groß!

Was dafür spricht:

Was dagegen spricht:

Es gibt Gründe, wie eine anhaltende Müdigkeit, Übermüdung oder totale Erschöpfung, das Vermeiden einer Depression, eine akute Lebenskrise oder  andere psychische Erscheinungen, die die Lebensqualität und Gesundheit ohne ausreichenden Schlaf erheblich beeinträchtigen können. Schlaftabletten sollten nicht länger als drei Wochen eingenommen werden. Nur in Ausnahmefällen bei schweren chronischen Schlafstörungen können sie länger angewendet werden. Weil sie dann eben notwendig sind. Das aber sollten Arzt und Patient gemeinsam entscheiden.Berücksichtigt werden sollte dennoch: Schlaftabletten heilen nicht! Sie unterdrücken nur die Symptome. Die für die eigene Regeneration so wichtigen Tiefschlafphasen werden damit nicht erreicht. Ebenso wenig die Traumphasen, die das am Tag Erlebte im Langzeitgedächtnis abspeichern. Zusammengefasst: Die Zellen werden nicht ausreichend repariert, das Immunsystem nicht gestärkt, das Archiv bleibt geschlossen. Nach einem kurzen Ausgeschlafensein-Gefühl  bleiben am Ende nur die mangelnde Konzentration, der anhaltende Stress und irritierte Stoffwechsel erhalten.

2. Wem helfen pflanzliche Mittel?

Für Menschen mit leichten Schlafproblemen sind Kräuter zu empfehlen, also natürliche Einschlafhilfen. Diese wirken - als naturreine ätherische Öle oder Tees -  beruhigend und entspannend. Sie lindern also leichte Probleme. Oft empfohlen werden:

Tees

Ätherische Öle

Johanniskraut
Baldrianwurzel
Zitronengras
Melissenblätter
Süßorangenblüten
Passionsblumenkraut
Lindenblüten
Hopfenzapfen 

Lavendel
Heublume
Ylang Ylang
Anis
Weihrauch
Sandelholz
Bergamotte
Jasmin

Zweifelsfrei sind pflanzliche Mittel oft die erste Wahl. Sie sind rezeptfrei und längere Zeit ohne Bedenken einnehmbar. Es dauert ohnehin eine Weile (manchmal Wochen), bis sich die Wirkung einstellt. Allerdings können nach allzu langer Einnahme psychische Abhängigkeiten entstehen.
Menschen mit schweren Schlafstörungen helfen diese Kräuter leider nicht – weder als Tees oder Körperpackungen, noch als Zimmerduft oder Wattebausch. Das „Ende der Schlaflosigkeit“ bleibt für sie ein leeres Werbeversprechen.

3. Wie gut wirken Entspannungstechniken?

Zur Ruhe kommen durch:

Progressive Muskelrelaxation
Autogenes Training
Biofeedback
Yoga
Atemübungen
Fantasiereisen
Autosuggestion
Meditation

Eine Möglichkeit, den eigenen Schlaf zu unterstützen, sind Entspannungstechniken. Diese Wechselspiele zwischen Körper und Geist helfen besonders gut bei  leichten Schlafproblemen. Trotzdem heißt es für alle: locker bleiben. Denn Entschleunigung ist immer gut. So sinken zum Beispiel der Blutdruck, der Puls und der Millchsäurespiegel. Und das nimmt jedem die Verspannung - auch den Schlaflosen. 

4. Wie wichtig ist das Licht?

Licht ist das stärkste Medikament, sagen führende Schlafmediziner:

Blaues Licht verzögert das Ausschütten von Melatonin und signalisiert dem Körper wachzubleiben.
Grünes Licht wirkt dagegen schlaffördernd und steht für Ausgeglichenheit.
Auch Gelbes und orangefarbenes Licht kann beruhigen.

Farbe und Licht sollten dennoch sparsam eingesetzt werden: Denn zu viel von allem reibt auf.

5. Sind Schlaf-Apps sinnvoll?

Schlafüberwachungs-Apps versprechen genaue Messungen der Schlafphasen und dadurch einen optimalen Weckzeitpunkt. Doch Schlaf-Apps können nicht den Schlaf messen, sondern nur unsere Bewegung abbilden. Für Fachmediziner sind sie modischer „Hokuspokus“!

6. Welche Einschlafrituale gibt es?

Einschlafrituale sind wichtig, für alle. Damit der Körper eine Regelmäßigkeit erfährt und sich das Gehirn sozusagen das Prozedere abruft.  Ob Abendspaziergang oder schöne Gedanken: Es gibt unzählige Möglichkeiten für eine allabendliche Routine.

Den Kopf überlisten

Welche Einschlafhilfe auch immer funktioniert - in den meisten Fällen geht es tatsächlich darum, den Kopf zu überlisten. Ihn dazu zu bringen, nachts nicht mehr so viel nachzudenken. Das wird wohl das Schwierigste sein. Resignieren ist jedenfalls keine Lösung. Deshalb: Kopf hoch!

Titelbild: pixabay.com Myriams Fotos ID: 2717462


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