Licht und Schatten im Schlafzimmer

Licht und Schatten im Schlafzimmer

Licht und Schatten im Schlafzimmer

Generic selectors
Genaue Treffer
Suche in dem Titel
Suche im Text
Suche in Artikeln
Suche in Seiten
nach Themen filtern
Allgemein
Anzeige
Interviews
Matratzen
Matratzen Ratgeber
Nachrichten
Schlaf gut
Schlafhilfen
Schlafstörungen
Schlafzimmer
SERIE: Einschlafen
Studien
Tests
Videos
Zeitumstellung

 Schlafzimmer

 Marc Becker

 06.11.2017

 Keine Kommentare

Licht und Schatten im Schlafzimmer
4.8 Sterne (5 Votes)

Licht und Schatten im Schlafzimmer

Die Natur sorgt seit jeher dafür, dass sich alle Lebewesen generationsweise biologisch ein wenig optimieren. Den Nachkommen werden dazu nur die Merkmale weitervererbt, welche Vorteile bringen. Dass der Mensch sich seit rund zweihundert Jahren immer schneller als seine biologische Evolution verändert, ist bekannt. Stimmungstiefs, Schlafstörungen und Depressionen betreffen immer mehr Menschen. Es lohnt sich, die naturgegebenen Mechanismen wieder zu entdecken und für sich zu nutzen. Ein gesunder Schlaf beginnt in einem dunklen Schlafzimmer. Das Fenster verdunkeln und die Suche nach geeigneten Leuchtmitteln für die Nachttischlampe wird daher in vielen Ratgebern zur Chefsache erklärt. 

Warum dunkel müde macht

Igel und Fledermäuse sind in der Nacht unterwegs, weil sie dadurch einen optimalen Schutz vor ihren schlafenden Fressfeinden genießen. Die Bestimmung des Menschen ist es hingegen, am Tag zu wachen und in der Nacht zu schlafen.

Dazu hat uns die Natur eine winzige Zirbeldrüse im Gehirn geschenkt, die das Hormon Melatonin produziert. Bei Tageslicht ist die Ausschüttung gehemmt. Bei Dunkelheit jedoch steigt unser Melatonin Spiegel. Dann haben wir das Bedürfnis zu schlafen. Unser Energielevel sinkt, wir ziehen uns zurück und mögen es kuschelig und warm.

Manche Menschen werden durch Ausschüttung des Melatonins regelrecht melancholisch. Wenn es im Herbst draußen früher dunkel wird, löst es bei vielen eine leicht deprimierte Stimmung aus.

Philips Wake-up Light LED

Philips Wake-up Light LED, Aufwachen und Einschlafen mit Licht

 Fenster verdunkeln lohnt sich

Wer nicht in völliger Dunkelheit schläft, nimmt  einen zu niedrigen Melatoninspiegel. Der lässt uns schneller aufwachen und stört die für uns wichtigen Tiefschlafphasen. Beim Fenster verdunkeln helfen schwere und blickdichte Vorhänge. Die Fenster werden damit vollständig abgeschirmt. Auch ein Verzicht auf Surfen im Internet oder Fernsehen im Bett hilft, dass wir müde werden. Das blaue Licht der Geräte signalisiert die Farbtemperatur des Tages. Wer also auf das Einschlafen beim Fernsehen schwört, nutzt besser die Timerfunktion des Geräts. Ärzte streiten sich, ob der Fernseher im Bett hilfreich oder schädlich ist. Einig sind sich aber alle darin, dass die Mattscheibe besser nicht die ganze Nacht flimmert.

Wer ausnahmsweise in der Nacht auf achtpronacht.de surft, kann die Helligkeit des Display in den Geräteeinstellungen reduzieren.

Krebszellen schlafen auch bei Dunkelheit

Studien der US-amerikanischen Forscher Steven Hill und David Blask zufolge besteht ein Zusammenhang zwischen Wachstum von Krebszellen und den Lichtverhältnissen während unseres Schlafs. Offenbar bedarf es nach Meinung der Wissenschaftler keiner vollen Beleuchtung, schon kleine Lichtquellen im Schlaf begünstigen Krebs. Vermutet wird, dass ein hoher Melatoninwert die Krebszellen ausschaltet.

Lichtkonzept und Lichtfarben im Schlafzimmer

Richtige Lichtfarbe bei der Nachttischlampe 

Wenn die Sonne untergeht, hinterlässt Sie uns rot-warme Lichtfarben, die auf uns eine beruhigende Wirkung haben. Diesen Effekt können wir uns auch im Schlafzimmer zu Nutze machen. Mit der richtigen Wahl von Leuchtmitteln. Auf Glühbirnen wird die Lichtfarbe mit der Einheit Kalvin (oder Calvin) angegeben. Je kleiner der Wert, desto wärmer die Lichtfarbe.

Einfaches Lichtkonzept

Beleuchtungsprofis erzeugen Behaglichkeit mit der richtigen Mischung aus Licht und Schatten. Üblicherweise enthält ein Lichtkonzept mehrere Lichtebenen im Zimmer. Eine einfache Variante ist das 3-Ebenen-Lichtkonzept.

  • Das Hauptlicht oder Raumlicht hat die Aufgabe den gesamten Raum auszuleuchten. Es strahlt von der Decke und ist diffus. Als diffus bezeichnet man Licht, welches durch ein Material hindurchscheint und durch Lichtbrechung weich (fast schattenfrei) wird.
  • Als zweite Lichtebene werden Nachttischlampen an den Bettseiten platziert. Sie sorgen durch einen engen Lichtkegel für einen kleineren Spot im Zimmer.
  • Die dritte Lichtebene ist Akzentlicht. Ein Bild, ein Möbelstück oder andere Details werden in Szene gesetzt. Dadurch entsteht eine besonders schöne Atmosphäre. Geeignet sind hierfür Bildstrahler, Stehleuchten, Decken oder Bodenstrahler. Auch indirekte Schrankbeleuchtung kann diesen Effekt erzielen, wenn der Innenraum des Schrankes beleuchtet wird.

Welcher Wecker für wen? Jetzt anmelden!

Insgesamt wird Licht im Raum grundsätzlich dort platziert werden, wo es funktional auch sinnvoll gebraucht wird. Es ist empfehlenswert, Lichtquellen nicht direkt am Bett, sondern etwas entfernter aufzustellen.

Dunkelheit verbessert unseren Schlaf erheblich. Ein gutes Lichtkonzept entspannt und macht uns schläfrig. Wer jetzt schon wieder müde ist, hat alles richtig gemacht. Alle anderen können ausprobieren, ob Fenster abdunkeln und eine bessere Lichtfarbe bei Nachttischlampe & Co. für Abhilfe sorgt. Gute Nacht!

Hier geht es zurück zu unseren Top 10 Tipps für ein Schlafzimmer mit gesundem Schlaf. 

Titelbild: pixabay.com StockSnap ID: 2565169


Weitere Artikel zu diesem Thema:

Welche Lichtquellen nutzt Du in Deinem Schlafzimmer? Schreib uns!

Diesen Artikel kommentieren