Besser leben mit der Sommerzeit

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Zeitumstellung

 Zeitumstellung

 Abini Herzberg

 16.03.2018

 1 Kommentar

Besser leben mit der Sommerzeit
5 Sterne (2 Votes)

Beginn der Sommerzeit: Worauf ist zu achten?

Alle wollen besser leben – da ist es nicht verwunderlich, welche Fülle es an Ratschlägen gibt für den Beginn der Sommerzeit. Das mag ein wenig übertrieben wirken – es ist doch nur eine fehlende Stunde. Doch tatsächlich stellt sich am Wochenende mit der Zeitumstellung immer auch ein Mini-Jetlag ein. Dann verändert sich der Schlaf-Wach-Rhythmus. Warum ist das so?

Tipps gegen die Müdigkeit

Wegen der Sommerzeit einfach nur eine Stunde früher ins Bett zu gehen, das bringt nichts. Der Schlaf-Wach-Rhythmus ist darauf nicht eingestellt und lässt sich auch nicht ohne Weiteres überlisten. Der Mini-Jetlag kommt so oder so. Wer sich auf die Sommerzeit einstellen will, sollte seinen Rhythmus bereits mehrere Tage im Vorfeld ganz langsam umstellen.

Auch, wenn das nicht jeder mitbekommt: Der Umschwung beeinträchtigt alle. Kein Körper, der nicht darauf reagiert. Der eine verträgt die Umstellung besser, der andere nicht so gut. Wer zu den "Eulen" (Spätaufstehern) gehört, die abends lange wach sind und morgens länger schlafen (das sind immerhin 60 Prozent der Bevölkerung), der hat es jetzt nicht so leicht und spürt die Folgen oft eher. Besonders schwer tun sich auch die 45- bis 59-Jährigen. Und die meisten Frauen.

Im Grunde ist es weniger die ZEITumstellung, die uns beeinflusst – sondern vielmehr die dauerhafte Umstellung des LICHTs!

Die Zeitumstellung ist eigentlich eine Lichtumstellung

Denn im Winter gab es wenig Sonne/Licht und somit hat unser Körper mehr vom Müdigkeitshormon Melatonin produziert. Bei mehr Sonne/Licht hingegen wirkt das Gute-Laune-Hormon Serotonin stärker. Deshalb sind wir oft in einer besseren Verfassung, wenn die Sonne scheint. Strahlt es draußen, strahlt es gleichfalls in uns. Dieser Hormonumschwung ist es auch, der die gefeierten Frühlingsgefühle bringt.

Um besser mit der Sommerzeit leben zu können, fassen wir nun einfach mal alle Vorschläge zusammen. Viele davon, erinnern zwar an die ohnehin üblichen Regeln für eine gute Schlafhygiene. Aber diese aufzufrischen, schadet nie. Am Ende kann jeder für sich selbst entscheiden, was hilfreich für ihn ist.

In der Woche vor der Zeitumstellung

Wer ohnehin nicht so gut schläft, sollte sich am besten schon von diesem Montag an auf den kommenden Sonntag einstellen. Am wichtigsten ist: Den Rhythmus kann man durch mehr Licht synchronisieren. Ein Spaziergang  am Tage kann helfen - oder doch wenigstens eine Tageslichtlampe.
Betroffene sollten:

  • jeden Morgen etwa zehn Minuten früher aufstehen (so gewöhnt sich die Innere Uhr viel schonender an die neue Zeit)
  • versuchen (soweit es das Wetter zulässt), möglichst viel Sonnenlicht abzubekommen
  • sich idealerweise nachmittags etwas bewegen (Spaziergang, mindestens 30 Minuten)
  • und abends nicht mehr so schwer essen.

Am Abend vor der Zeitumstellung (Sonnabend)

  • den Wecker einfach schon abends vorstellen
  • das Zimmer abdunkeln
  • keine schlechten Gedanken wegen der Zeitumstellung machen (ärgern lohnt sich nicht)

Am Tag der Zeitumstellung

  • Licht im Zimmer einschalten und Jalousien hochziehen
  • zwei Minuten ans geöffnete Fenster stellen
  • am Ende der Morgendusche einen kurzen, kalten Guss wagen
  • keinen Mittagschlaf machen (dafür Uhren umstellen - hier unsere Checkliste oder Grafik)
  • einige Stunden vor dem Schlafengehen vielleicht Sport machen
  • ab 17 Uhr keinen Kaffee, Grüntee oder Schwarzen Tee mehr trinken
  • keinen Alkohol am Abend trinken (der macht zwar zuerst müde, sorgt aber für unruhigen Schlaf und lässt einen morgens nicht richtig wach werden)
  • alle Zimmer etwas früher abdunkeln
  • ein zu warmes Schlafzimmer vermeiden

Am Abend nach der Zeitumstellung (Sonntag)

Der Wochenanfang macht es einem ohnehin immer etwas schwerer, wieder in den Rhythmus zu kommen. Wer will kann wenigstens so tun, als würde er sich auf den Montag freuen, indem er sich das Aufstehen so leicht wie möglich macht und ein wenig zelebriert:

  • schon am Sonntagabend die Lieblingskleidung aussuchen und rauslegen
  • und den Frühstückstisch liebevoll vorbereiten
  • und am Montag: zügig aufstehen (fünf Minuten Dösen nach dem Aufwachen müssen reichen, sonst kommt der Kreislauf nicht in Gang).

Bis zu einer Woche nach der Zeitumstellung kann die Schlafqualität leicht beeinträchtigt sein. Das ist normal. Dennoch sollten die gewohnten Bettzeiten (jetzt selbstverständlich nach neuer Uhrzeit) bestehen bleiben.

Wichtig für Autofahrer: Mehr Wildwechsel 

Wildunfälle

Rund 80 Prozent der Wildunfälle passieren mit Rehen. Im Frühling müssen die Tiere vier bis fünf Mal am Tag eine Straße überqueren.

Im Frühling ist der Wildwechsel besonders stark. Mit der Zeitumstellung fällt der Berufsverkehr zudem in die Zeit der Dämmerung. Dann steigt besonders die Unfallgefahr in den frühen Morgenstunden und der Abenddämmerung. Was also tun, wenn plötzlich ein Wildtier auf der Straße steht?

Am besten diese vier Schritte verinnerlichen: abbremsen, hupen, abblenden und keine Ausweichmanöver. Lässt sich ein Zusammenstoß nicht vermeiden, dann gibt es nur noch drei Schritte: Warnweste anziehen, Unfallstelle absichern und die Polizei informieren.

Wichtig bei Zuckerpatienten: Häufiger messen

Wenn die Zeitumstellung den Biorhythmus durcheinander bringt, kann das nicht nur zu Schlaf- und Konzentrationsproblemen führen. Bei Menschen mit Diabetes kann es sich auch auf die Blutzuckerwerte auswirken. Insbesondere Insulinpflichtige sollten daher nach der Umstellung von der Winter- auf die Sommerzeit häufiger messen und erhöhte Werte so korrigieren, wie mit dem Arzt besprochen. Wer auf Tabletten eingestellt ist, sollte sie weiterhin zur gewohnten Zeit einnehmen.

Bitte nicht die Haustiere vergessen!

Auch ihr Rhythmus muss sich umstellen. Deshalb sollten wir ihre Mahlzeiten der verschobenen Uhrzeit langsam anpassen.

Besser leben und dabei nicht übertreiben

Wer diese Ratschläge beherzigt, macht nichts falsch. Besonders, wenn er größere Schwierigkeiten mit der Zeitumstellung hat.
Es gibt aber auch keinen Grund, zu übertreiben, denn der Schlaf hat die wunderbare Fähigkeit, sich allmählich selbst zu regulieren.

Hauptsache ist jedoch, nach all den Empfehlungen wird nicht das Wichtigste vergessen:
Die Uhren umzustellen!!!

(mit dpa), Titelfoto: pixabay.com geraldfriedrich2 ID: 2404769, Beitragsbild: pixabay.com BurkhartLueling ID:2752418


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Alle Kommentare

  • Anonymous

    20.03.2018, 21:26 Uhr

    Die Zeitumstellung ist Blödsinn!!!
    Als es diesen Unfug mit vor und zurückdrehen der Uhren nicht gab ging’s auch und hat vor allem Niemanden Probleme bereitet, weder Tier noch Mensch und eine wirkliche Energieeinsparung hat’s nie gegeben und die Lebensqualität war auch nicht schlechter! 😡