Bloß nicht einschlafen! 10 Strategien

Bloß nicht einschlafen! 10 Strategien

Bloß nicht einschlafen! 10 Strategien

Generic selectors
Genaue Treffer
Suche in dem Titel
Suche im Text
Suche in Artikeln
Suche in Seiten
nach Themen filtern
Allgemein
Anzeige
Interviews
Matratzen
Matratzen Ratgeber
Nachrichten
Schlaf gut
Schlafhilfen
Schlafstörungen
Schlafzimmer
SERIE: Einschlafen
Studien
Tests
Videos
Zeitumstellung

 Schlafhilfen, SERIE: Einschlafen

 Redaktion

 25.04.2018

 Keine Kommentare

Bloß nicht einschlafen! 10 Strategien
4.8 Sterne (4 Votes)

Nicht einschlafen, um einzuschlafen

Du kannst nicht einschlafen? Machst alles richtig? Hast eine perfekte Schlafhygiene? – Aber es klappt trotzdem nicht?
Du leidest? Bist verzweifelt? Fühlst Dich unverstanden? – Und niemand kann noch helfen?
Dann empfehlen wir Dir unbedingt die paradoxe Intervention. Das bedeutet: Quäl Dich nicht länger selbst! Hör auf, auf andere zu hören! Und genieß es, alles falsch zu machen!
Das ist das Prinzip: Es geht um Manipulation, bei der Konflikte plötzlich wie Lösungen erscheinen. Es geht also darum, den Spieß umzudrehen. 

Ein Arzt rät, alles falsch zu machen

Zum Beispiel Dr. Thomas Georg Schätzler, Praktischer Arzt aus Dortmund: Er setzt auf die paradoxe Intervention, die "sicher eine gesunde Schlafarchitektur stört". Er empfiehlt TV-Trash und einiges mehr. Das gefällt uns so gut, dass wir Dir seine Tipps* nicht vorenthalten wollen und mit ein paar Ratschlägen ergänzen.

*Die Tipps von Dr. Thomas Georg Schätzler (die wir als User-Kommentar auf aerztezeitung.de fanden) haben wir halbfett markiert.

Paradoxe Intervention: 10 Anti-Schlaf-Strategien

01

Trash-TV anschauen 

Verstärke Dein Problem, verstärke Deinen Leidensdruck: Sieh Dir unmittelbar vor dem Schlafengehen eine geistlose Fernsehsendung an, möglichst unter Beteiligung Deiner persönlichen Antihelden. Oder: einen Action-Film mit massenhaften Schießereien und Leichen. Komm bloß nicht zur Ruhe.

02

Keine Bewegung

Vergiss Bewegung an frischer Luft bzw. den Sport am Morgen oder tagsüber. Bau lieber noch ein paar Stresshormone auf. Und wenn Du doch einen starken Bewegungsdrang hast, verleg ihn auf den späten Abend, damit sich noch ein kleiner Affektstau entwickeln kann, der das Einschlafen stark beeinträchtigt.

03

Schlaf erzwingen

Gehe schlichtweg zur falschen Zeit schlafen und schwelge in diesem aussichtslosen Unterfangen. Bleibe auch noch nach 20 Minuten unruhig liegen. Und führe Dir nocheinmal Deine größten Ängste vor Augen: Einerseits jetzt nicht einschlafen zu können und andererseits morgen nicht ausgeschlafen zu sein! Muaaahhhh... Schaue dabei ständig auf die Uhr und setze Dich unter unnötigen Zeitdruck. Versuche Dir tagsüber ein Mittagsnickerchen einzurichten, das länger als 30 Minuten ist. Dann bist Du am nächsten Abend wieder fit.

04

Mahlzeiten genießen

Etwas spät, etwas schwer und etwas viel? Aber sehr sehr lecker! Zügel Dich nicht. Wie wäre jetzt eine Schweinshaxe mit Sauerkraut und Unmengen von Bier, Wein, Schnaps? Und wann immer du willst, hol Nachschub. Den Weg zum Kühlschrank würdest Du im Schlaf finden? Nicht nötig, dazu müsstest Du ja Schlaf finden. Aber Du bist wach, Dein Körper regeneriert sich nicht, leistet dafür aber hervorragende Verdauungsarbeit. Gratulation!

05

Alkohol, Nikotin und Koffein konsumieren

Apropos: Gegen eine Verdauungszigarette ist nun wirklich nichts einzuwenden. Danach vielleicht noch eine Gemütlichkeitszigarette? Nikotin stimuliert da ganz wunderbar. Koffein auch. Vielleicht noch ein Käffchen, Tee oder Cola? Grüner Tee tut's ebenso. Hilft alles ganz gut, wenn Du nicht einschlafen willst. Den Alkohol gönnst Du Dir besser, wenn Du nicht durchschlafen willst. Zum Absacker vielleicht noch eine letzte Zigarette?

06

Eine ungeheure Schlafumgebung

Das Smartphone am Bett, keine frische Luft, zu kalte oder zu heiße Temperaturen? Das sind ideale Umstände für schlechten Schlaf. Ein unbequemes Bett, eine durchgelegene Matratze natürlich auch. Und wenn das Schlafzimmer zugleich auch das Arbeitszimmer ist – perfekt. Du solltest die Arbeit aus der Firma mit nach Hause nehmen und diese in unmittelbarer Reichweite des Bettes platzieren.  All die unerledigten Sachen des Tages  lassen Dich garantiert nicht schlafen.

07

Ausgiebiges Grübeln

Nahtlos fügt sich da gleich der nächste Tipp an:  Denk nicht nach, grübel! Komme zu sinnlosen Entschlüssen, die am nächsten Tag nichts mehr wert sind – Dich aber über die Nacht tragen. Kann sein, Du lächelst am nächsten Morgen über Deine Lösungen. Findest sie albern. Na und? Ist es nicht genugtuend, sich wenigstens eine Nacht lang an seinen Vergeltungsideen zu erfreuen? Jetzt lärmt es im Kopf. Stell ruhig lauter!

08

Viel Lärm

Doch es lärmt nicht nur dort. Krach, der von der Straße kommt oder Jugendliche, die sich unter Deinem Fenster beschimpfen? Frösche, die quaken oder Hunde, die bellen? Herrlich! Öffne weit die Fenster (pass aber auf, dass nicht zuviel Frischluft reinkommt) und stell Radio oder Fernseher noch lauter (wegen des Tumults draußen, Du verstehst schon). Knete Dir keinesfalls Wachsstöpsel in die Ohren, forme lieber hübsche Minifiguren draus.

09

Viel Licht

Je heller, je kurzwelliger und je blauer das Licht, desto weniger wirkt das Schlafhormon Melatonin. Darauf reagiert nicht nur die Netzhaut Deiner Augen, sondern auch Deine Innere Uhr. Vergiss die Leselampen. Schmeiß den Deckenfluter an.

10

Inszeniere einen Streit

Wer seinen Partner bzw. seine Partnerin liebt – aber neben ihr bzw. ihm weder einschlafen noch durchschlafen kann, sollte etwas ändern. Denn es hat keinen Sinn, aus reiner Verbundenheit alles ertragen zu müssen. Inszeniere einen Streit! Debattiere intensiv mit dem Partner bzw. der Partnerin möglichst unmittelbar vor dem Schlafen, z.B. wegen des Schnarchens.  Sei ein kleiner Stänker, polemisiere, mach aus den stillen Vorwürfen laute. Geh ins Nebenzimmer, schaue „Medical Detectives“ o.ä. an (siehe Punkt 1) und lass Deiner Phantasie freien Lauf. Aber um Himmels Willen, tu Deinem Partner nichts an. Denn Du sollst nicht den anderen ruinieren, sondern Deinen Schlaf!

Bloß nicht einschlafen: Das Aha-Erlebnis!

Das sind die perfekten Anti-Schlaf-Strategien. Also jetzt bloß nicht einschlafen!
Entzieh Dich all den Tugenden! Dreh einfach den Spieß um! Tu Deinem Schlaf keinen Gefallen! Er tut Dir ja auch keinen...
Paradoxe Intervention nimmt Dir in jedem Fall den Leidensdruck. Und nach Meinung von Dr. Thomas Georg Schätzler setzt "bei manchen Patienten sogar ein Aha- Erlebnis ein".
Das sollte uns die Augenränder wert sein!

 Tiitelfoto: Pixabay.com DanaTentis ID: 2150147


Acht pro Nacht Serie +++ Besser Einschlafen +++


Weitere interessante Artikel zum Thema:

Welche Strategien bevorzugst Du, wenn Du nicht einschlafen willst? 

Diesen Artikel kommentieren